Ja, liebe Karin, jetzt stehn wir hier als Gratulanten.
Die vom Verein uns hierher sandten,
dir zu bringen viele Grüße, ne Überraschung und Gemüse.
70 Jahre feierst du heut‘, doch frag ich mich ernsthaft, ihr lieben Leut‘,
wieviel Jahr von diesem Leben hast du eigentlich für Urgemütlich gegeben?
Sind’s 50, oder sind’s noch mehr? Keiner wusst’s, die Antwort ist schwer.
Doch möcht‘ ich es trotzdem mal wagen, hier ein paar Worte dazu zu sagen,
was Karin bei Urgemütlich alles so macht. Das ist ziemlich viel, gebt gut drauf Acht!
Aber seht es mir nach, seid bitte so nett,
am Ende ist das wahrscheinlich alles eh nicht komplett.
Eins muss ich aber noch erklären, weil‘s nunmal so ist,
die Tante vom Andi ist Karin gewiss.
Vom Matz ist sie Mama und Tante auch irgendwie,
von Valeria die Oma, das begreift nur’n Genie.
Doch eins ist ganz klar für jeden, der sie je kannte,
sie ist und sie bleibt unsere urgemütliche Tante!
Doch fangen wir mal an: In früheren Zeiten, da musste keiner groß was vorbereiten!
Karin hatte Sträußchen und Schminke parat,
zupft hier noch am Anzug, kämmt dem Huber den Bart.
Schnell ein Auge auf die Garde, ob auch alles pariert,
und nebenbei werden noch eben die Blotschen sortiert.
Und während der ein‘ oder andere noch überlegt, was ihn auf der Bühne beflügelt,
hat Karin die Schlotschmetkittel schon gestärkt und gebügelt.
Nur eins darfst du nicht machen, das wäre verwegen.
Niemals darfst du dich mit Karin anlegen.
Wenn einer meint, er macht Garderobenzauber,
hört er sofort ein beherztes „Sach‘ mal tickst du eigentlich noch sauber?“
Was später, da fing sie bei Urgemütlich dann an
zu stricken mit Herz das Sitzungsprogramm.
Literatin man das in den Fachkreisen nennt,
in Düsseldorf und Köln jeder Karin drum kennt.
Und geht am Samstag ihr Telefon, dann erkennt man es gleich am kölschen Ton:
„Ach, Marita, grüß dich, ich hab’s schon vernommen,
dass du kannst nach Velbert zur Sitzung kommen!“
Und so geht’s weiter, ob Klaus und Willi oder Frau Kühne,
selbst Bernd Stelter kriegt sie auf die urgemütliche Bühne.
Und wenn dann im Saal das Licht bald erlischt,
erzählt sie mit Freude, dass sie das Schnäuzerduo in der Badewanne erwischt.
Doch es kommt noch doller, da hat Karin ne Lobby,
Kartenvorverkauf ist bei Urgemütlich ihr größtes Hobby.
Was tut sie nicht alles, um den Saal voll zu kriegen,
erfüllt jedem seine Wünsche, wie schwer sie auch wiegen.
„Frau Weise, ich brauch nen Platz ganz vorn,
mein Mann, der hört nix und dann kriegt der hinten en Horn.“
„Und ich, ich hätt gern nen Sitzplatz am Gang,
dann kann ich schnell raus, dat mit den Bands dauert mir immer so lang.“
„Und ich säße gerne mal viel weiter links,
bei den Gießern saß ich rechts, da kam aber auch Brings.“
„Und ich, da geben Sie bitte drauf Acht,
sitz diesmal nicht mehr neben den lauten Jungs von Tisch acht.“
Bei dem ganzen Chaos würde jeder zum Täter,
Karin bleibt erstmal ruhig, explodier‘n tut sie später.
Sie überlegt, kann ich hier noch was machen, kann ich da noch was schieben,
so’n Driet, jetzt sitzt wieder einer zu viel an Tisch sieben.
Dann hat sie vor’n paar Jahren, wer hätte es gedacht,
tatsächlich noch mal bei der Schlotschmetgarde mitgemacht.
Geht montags zum Training und ist dort ganz beflissen,
aber psst, dat darf vorher aber sonst keiner wissen.
Und läuft auf der Sitzung endlich alles Plan,
alle sind pünktlich, keiner steht auf der Autobahn,
ist Karin stets glücklich, genießt Frohsinn und Scherz,
schaut sich die Fahnenschwenker an, und es geht auf ihr das Herz.
So, jetzt seht ihr’s, ihr Leute, ich wollt euch zeigen ganz fix,
was Urgemütlich wär ohne Karin, nämlich eigentlich nix.
Und deshalb wünschen wir dir zu deinem Feste
viel Gesundheit, Glück und nur das Allerbeste.
Schau mit Freude zurück auf das, was mal war,
und mach genauso weiter die kommenden Jahr.
Unser Fränzchen wird 90!
Am 15. November durfte unser Franz – für uns alle liebevoll Fränzchen – seinen 90. Geburtstag feiern. Eine Einladung, der wir natürlich unglaublich gerne gefolgt sind!
Franz ist urgemütlich seit 1967 und damit eine lebende Legende unseres Vereins. Über Jahrzehnte hat er unseren Sitzungskarneval geprägt – im Elferrat, beim Auf- und Abbau, in unzähligen Stunden voller Herzblut und Humor.
Zu seinem Ehrentag haben wir Fränzchen eine kleine Zeitreise geschenkt: eine liebevoll zusammengestellte Sammlung aller Fotos, die wir über die Jahre mit ihm sammeln durften. Außerdem durfte er als Erster überhaupt unseren neuen Urgemütlichen Orden der Session 2025/2026 entgegennehmen.
Fränzchen war im Elferrat immer voll dabei – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Damit er das Geschehen auf der Bühne bestens verfolgen konnte, hatte er nicht nur sein berühmtes Sitzkissen, sondern auch ein Fußbänkchen, das ihn ein gutes Stück höher hinausragen ließ. Und wenn die Stimmung besonders gut war, stellte er sich auf den Stuhl und feierte.
Legendär bleiben auch die Elferratsabende in seiner Urbanstube, wo er uns mit gepökelten Haxen verwöhnte und die Abende nie ohne herzhaftes Lachen endeten.
Ein besonderes Highlight für ihn war die Einführung des gemischten Elferrats – denn plötzlich saß er zwischen zwei hübschen Mädels.
Lieber Franz, wir danken dir für unzählige schöne Jahre, für deinen Einsatz, deine Geschichten und deine unerschütterlich gute Laune.
Wir wünschen dir weiterhin viel Gesundheit, Glück und noch viele urgemütliche Momente mit uns!
Deine KG Urgemütlich e. V.
Eine Aktion um die KG Urgemütlich e. V. zu unterstützen!
Velbert zeigt Herz